Trockeneisherstellung

Auch wenn Trockeneis aus Kohlendioxid besteht, kommt es auf der Erde nicht vor - es muss künstlich hergestellt werden. Damit gehört CO2 zu den wenigen Gasen, die wir auch in einen festen Aggregatzustand versetzen können - nämlich als Trockeneis.

Kohlendioxid - Bestandteil unserer natürlichen Umgebung

Kohlendioxid existiert nicht nur in der Atmosphäre, Kohlenstoff wird auch im Gestein gespeichert. Während die CO2-Konzentration in der die Erde umgebenden athmospärischen Hülle nur 400 ppm beträgt, was einer Menge von 800 Gigatonnen Kohlenstoff oder 3.000 Gigatonnen Kohlendioxid entspricht, wird das Gesteinsvorkommen vulkanischen Ursprungs auf 65.500 Gigatonnen Kohlenstoff geschätzt - ein Teil davon auch in Deutschland.

Im natürlichen Kreislauf spielt die Photosynthese eine große Rolle: Verbraucht der Mensch beispielsweise beim Atmen Sauerstoff und wandelt bei jedem Atemzug einen Teil von rund vier Prozent davon in Kohlendioxid um, produzieren Bäume per Photosynthese wiederum Sauerstoff. Dieses Gleichgewicht ist fragil, die Kohlenstoffkonzentration in der Atmosphäre und die Auswirkungen von Veränderungen sind nicht zuletzt wichtige Forschungsthemen in Bezug auf den Klimawandel.

Trockeneis - Herstellungsschritte

Davon unabhängig stellen wir Trockeneis für die unterschiedlichsten Zwecke her. Es besticht mit seinen Eigenschaften, kann es sich doch rückstandslos verflüchtigen, ist ungiftig, nicht brennbar sowie geschmacks- und geruchsneutral. Es taugt aber nicht nur zur Kühlung, mit knapp -79°C ist es dafür geradezu prädestiniert und hat längst Einzug in die Erlebnis-Gastronomie, aber auch in die Industrie und Reinigungstechnologien gefunden.

Zur Herstellung: Zunächst muss das Kohlendioxid unter Druck gesetzt und so verflüssigt werden. Die Entspannung auf Umgebungsdruck wiederum sorgt dafür, dass ein Teil des Kohlendioxids verdampfen und dem Rückstand die Wärme entziehen kann, die zum Verdampfen notwendig wäre; das restliche Kohlendioxid kühlt also auf rund -78,5°C ab und fällt als Schnee aus. Dieser lässt sich weiterverarbeiten, beispielsweise in Pellets unterschiedlicher Körnung oder in Blockeis.

Die Haltbarkeit von Trockeneis richtet sich nach der Umgebungstemperatur: In einer gängigen Gefriertruhe sublimiert es zehn Prozent des Gewichtes innerhalb von 24 Stunden. Empfehlenswert sind deswegen spezielle Isolierbehälter, die die Sublimation verlangsamen.

Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte direkt an uns – wir sind Spezialisten zum Thema Trockeneis.